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Riedoeschingen

Hegauer Hof Riedoeschingen

Kurzfassung der Geschichte Riedöschingens

 

Riedöschingen, ein Dorf mit etwa 750 Einwohnern, ist geprägt von der Landwirtschaft und dem Handwerk früherer Jahrhunderte. Es liegt zwischen der fruchtbaren Baar und dem sonnigen Hegau, schon dem rauen Rande zugerechnet.

Der älteste urkundliche Siedlungsname stammt aus dem Jahre 1100 und hier soll in "Villa Eschingen" am 27.09.1100 eine Adelsversammlung der schwäbischen Kirchenpartei stattgefunden haben, die im Streit zwischen Kaiser und Papst auf der Seite des Papstes stand und dabei eine große Rolle gespielt haben soll.

Die Siedlung ist zweifellos alemannischen Ursprungs, was durch die Auffindung alemannischer Reihengräber im Gewann Leberen bestätigt wurde. Vermutlich war die Gegend aber schon in keltischer Zeit besiedelt.

Der Ort liegt in der Talaue umgeben vom Blumbergerberg und dem Hummelberg, durchflossen vom "Kompromißbach". Wie der Name schon sagt, wurde zwischen dem Hause Fürstenberg und dem Hause Nellenburg (Tengen) nach jahrelangen Streitigkeiten im Jahre 1535 ein Kompromiß geschlossen und der Bach als grenze anerkannt.

Im Jahre 1499 bekam Riedöschingen Zuzug aus dem Dörfchen Aitlingen das im Schweizerkrieg zerstört wurde. Der Ort lag dort, wo heute das Kauentäle in das Aitrachtal einmündet. Durch den Zuwachs wurde auch die Kirche zu Klein und wurde 1523 umgebaut und vergrößert.

Nach einer Urkunde aus dem Jahre 1356 war der Ort mit seinen bekannten Kelnhöfen dem Stifte Lindau zugehörig, wahrscheinlich käuflich erworben von den Herren von Blumberg.

In der wechselvollen Geschichte und den Wirren jener Zeit wurde Riedöschingen immer wieder den verschiedenen Klöstern und Herrschaften verpfändet oder verkauft. Die Bewohner waren ja die Leibseligen des jeweiligen Besitzers. Es waren dies insbesondere das Kloster zu Lindau, die Ritter von Randegg, die Herren von Blumberg und später das Haus Fürstenberg.

Sehr zu leiden hatten die Bewohner unter den  Fehden und Auseinandersetzungen der einzelnen Grafschaften und Fürstenhäuser. Missernten und plündernde Soldaten vergrößerten die Not der ohnehin  schon Leibeigenen.

Erst das 18. Jahrhundert brachte der geprüften Bevölkerung durch die Reformen die ersehnte Erleichterung.

Die jüngere Geschichte ist gekennzeichnet durch die beiden Weltkriege: Im ersten Weltkrieg verloren 26, im zweiten Weltkrieg 55 junge Männer aus der Gemeinde Riedöschingen ihr Leben.

Geblieben sind mit den verschiedenen Höfen außerhalb (Schabelhöfe, Hombergerhof, Tengertalhof und Steppacherhof) nur noch einige hauptberufliche Landwirte.

In der jüngsten Geschichte unserer Gemeinde ist wohl der 1. April 1972 einer der denkwürdigsten Tage. Seit diesem Tag ist Riedöschingen leider durch den Beschluss des Gemeinderates ein Stadtteil von Blumberg. In einer vorherigen Abstimmung hat sich  eine große Mehrheit der Bevölkerung für den Anschluss entschieden.

Riedöschingen hat seine Selbständigkeit aufgegeben, hat durch den Anschluss an die größere Gemeinschaft vieles dazu gewonnen. Die Wasserversorgung wurde durch den Bau der Wasserleitung zu den Schabelhöfen und den Bau eines großen Wasserbehälters entscheidend verbessert. Der Bau der Kompromißbachhalle hat dem sportlichen und kulturellen leben im Stadtteil Riedöschingen großen Auftrieb gegeben.

Seit Herbst 1983 ist Riedöschingen an die Sammelkläranlage in Achdorf angeschlossen, nachdem im Ort das Kanalnetz voll ausgebaut wurde.

Die wichtigsten ortgeschichtlich bedeutenden Gebäude: 3 Kelnhöfe, ehemalige Mühle im Mühlenweg und die Beimühle  Otto-Efferenn-Straße 2, Kirche, Pfarrhaus und ehemalige Brauerei( Gasthaus Adler).

Der Ort ist nach wie vor ländlich geprägt, die Landwirtschaft überwiegt, mehr im alten Ortskern als in den Randbereichen, und prägt so das Ortsbild. Der Ort liegt geschützt in einer Senke, sicher auch als Schutz vor der doch rauen Witterung. Riedöschingen stellt eine Mischung aus Straßen- und Haufendorf dar, wirkt sehr lebendig. Trauf- und Giebelstellung wechseln. Neben großvolumigen Bauten gibt es auch einige recht kleine und differenziert gestaltete Gebäude. Enge und Weite in den Straßenräumen wechseln. Meist herrscht offene Bebauung vor, die immer wieder den Blick auf die umgebenden Hügel und Waldungen freigibt. Brunnen, Feldkreuze und das vorhandene Grün prägen ebenfalls das Ortsbild